NÖ: DURCH DIE WEICHTALKLAMM AM SCHNEEBERG



Durch die Weichtalklamm


Felsensteig Klassiker am Schneeberg



Vor über 25 Jahren war ich zuletzt in der Weichtalklamm am Schneeberg. Waren damals noch wahre Baumriesen umständlich zu umklettern, die in die Klamm gefallen waren, so präsentiert sich der Klettersteig mit Schwierigkeitsgrad A/B in perfekt abgesichertem Zustand. Drei Leitern, mehrere im Fels verankerte Eisenhaken und Ketten ermöglichen die Bewältigung der sperrenden Felsstufen in der Klamm.

Vom Parkplatz vor dem Weichtalhaus ist man in wenigen Minuten beim umgebauten Weichtalhaus (547m). Dahinter befindet sich ein Kletterpark am Hüttenfelsen.



Rechts haltend kommt man zu einer felsigen Engstelle, die über ein Felsband bewältigt wird.



Dahinter weitet sich der Graben. Nach einer guten halben Stunde kommt man zum eigentlichen Beginn der Weichtalklamm.



Nach der Nascal Gedenktafel folgt die erste, ca. 2 Meter hohe Leiter.



Zu Beginn zeigt sich die Schlucht ganz eng mit bis zu 50 Meter hohen, senkrechten Begrenzungswänden. Über Tritthaken und mit Hilfe einer Eisenkette setzt der Steig fort.



Eine 21-sprossige Leiter ermöglicht danach den Ausstieg in eine kurze Grabenaufweitung.



Im Rückblick bietet sich folgendes Bild:



Rechter Hand zeigt sich eine mit Höhlenbildungen durchlöcherte Wand.



Vorbei am Weichtalkeller und der Weißen Kammer kommt man zu einem weiteren Felskessel, der durch eine senkrechte Wandstufe links abgeriegelt ist.



Die Überwindung dieser etwas anspruchsvolleren Wandstufe über Tritthaken und Eisenketten erfordert schon ein höheres Maß an Sportlichkeit!



Im Tiefblick schaut diese Stelle so aus:



Danach folgt eine weitere, glatte Wandstufe, in die künstlich Tritte in den Felsen gehauen wurden. Daneben lehnt noch ein alter Steigbaum, den früher Jäger zur Begehung verwendeten.



Im Rückblick zeigt sich die bisher wasserlose Klamm auf diese Weise:



Nun wechseln immer wieder Grabenaufweitungen mit Felsengen, wobei die Felsspalten nicht mehr die Höhen wie zu Beginn erreichen. Das hat den Vorteil, dass nun auch mehr Sonnenstrahlen den Weichtalgraben ausleuchten. Weitere Kettensicherungen helfen über die nächste Barriere.



Vermehrt prägen schöne Herbststimmungen die wildromantische Szenerie.



Dann kommt man linker Hand an der Weichtalhöhle vorbei. Diese Höhlenbildungen weisen alle nur eine geringe Tiefe auf.



Es folgt eine etwa 5 Meter hohe Felsstufe, die mit der dritten Leiter überwunden wird.



Nach einer Wegbiegung erscheinen die Felsen der Schönleitenschneid im Hintergrund.



Nach Überschreitung eines Schuttfeldes folgt nun ein Klammabschnitt, der von einem Bächlein begleitet wird.



Hier geht es unter einem Versturzblock hindurch.



Dahinter gelangt man sogar zu einem Miniatur Wasserfall. Seitlich hilft eine Eisenstange...



Danach hängt dieser Versturzblock wie ein Damoklesschwert über dem Klammeinschnitt.



Wieder einmal wähnt man sich bereits am Ende der Schlucht...



...dann folgt noch ein letzter kurzer Abschnitt ohne weitere Sicherungen.



Der Steig erreicht nun eine Forststraße auf ca. 1170m Höhe. Links könnte man bereits über den Ferdinand-May-Weg absteigen, doch ich gehe noch die halbe Stunde zur Kienthalerhütte hinauf.



Obwohl man von dort nur wenig Aussicht hat, zählt die Lage der Kienthalerhütte (1380m) zu den schönsten im Schneeberggebiet...



...was hauptsächlich am schroffen Turmstein (1416m) liegt, der hinter der Hütte aufragt und über einen luftigen Klettersteig erreichbar wäre, auf den ich jedoch verzichte...



Nach der verdienten Rast kehre ich um und gehe den Kamm hinunter, bis der markierte Weg vom Kamm nach links zweigt. Über schwache Steigspuren folge ich dem Kamm weiter in Richtung Krenkenkogel. Nach kurzer Zeit ergeben sich Durchblicke zu den Fronbachwänden.



Auch die Schönleitenschneid lässt sich von hier besser erkennen.



Im Zoom erkennt man die dahinterliegende, schneebedeckte Hochfläche des Schneeberges.



Einen völlig freien Aussichtsplatz sucht man aber auch hier vergebens. Die kammnahen Pfadspuren verlaufen zunehmend durch verwachsenes Gelände. In der Ferne zeigt sich der Große Sonnleitstein, ein stolzer Voralpengipfel neben der Rax.



Noch ehe sich der Kamm zum Krenkenkogel hinaufschwingt, erfolgt der Abstieg über eine zunehmend steile Schneise hinunter zur Forststraße, der man links weiterfolgt. Wieder hat man die Schönleitenschneid im Blickfeld.



Dann zweigt man rechts auf den Ferdinand-Mayr-Weg ab, der in mehreren Kehren hinunter zum Pfeifferkreuz (ca. 930m) führt.



Dieses liegt unmittelbar neben den Felsabbrüchen zur Weichtalklamm, die überwältigende Einblicke bis hinüber zum Großen Höllental der Rax ermöglichen.



Ein wunderbarer Aussichts- und Rastplatz, der sich mit Vorsicht erreichen lässt, denn hier geht es unmittelbar dahinter senkrecht hinunter!



Der weitere Abstieg erfolgt recht steinig und verwurzelt durch mehr oder weniger dichten Wald, der nur eingeschränkte Durchblicke gestattet, wie hier zum Lärchkogelgrat.



Jetzt nach der Zeitumstellung im Herbst sind die Tage schon sehr kurz. Der unterste Abschnitt des Ferdinand-May-Weges liegt schon völlig im Schatten. Um 14:45 erreiche ich wieder den Parkplatz beim Weichtalhaus. Erst nachdem ich wieder aus dem Höllental komme merke ich, dass der Tag noch nicht ganz zu Ende ist...


Dieser Wandervorschlag wird im Buchprojekt "Wilde Wege Ostösterreich" (Rother Verlag) erscheinen.

UNGARN - RUNDGANG DURCH SOPRON




UNGARN: Ein Rundgang durch die Altstadt von Sopron


auf historischen Pfaden durch das ehemalige Ödenburg


Sopron, oder "Ödenburg" hat für mich insofern eine Bedeutung, dass meine Großmutter, eine geborene Adelmann, Ihre Jugendjahre hier verbrachte.

Ich folge zunächst der Stadtmauerpassage vom Großen Rondell aus dem 17. Jahrhundert nach rechts entlang der Stadtmauer.



Bald kommt man zu einer Stiege vor einem romantischen Häuserviertel. Hier behält man die Richtung bei und wendet sich gleich wieder hinunter und zwischen den Säulen hindurch.



Ein paar Details von dieser Hofanlage.





Dann folgt wieder ein Stück entlang der Stadtmauer bis zu einer Ecke der Befestigungsanlagen.



Links kann man durch ein versperrtes Durchgangsgitter folgende Ausgrabungen sehen:



Dazu findet man folgende Info über den archäologischen Park des römischen Scarbantia:



Unter einer Brücke hindurch wendet sich der Weg nach rechts zum ehemaligen Vorderen Tor der Stadtbefestigung.



Ich gehe ein paar Schritte nach rechts zum ehemaligen Grabenring, um die Pforte zum Vorderen Tor von außen zu betrachten.



Dann wende ich mich wieder zurück in Richtung des Feuerturmes, dem Wahrzeichen der Stadt Sopron.



Unmittelbar rechts beim Bogen des Vorderen Tores setzt die Stadtmauerpassage an einem unscheinbaren Durchgang fort. Gleich daneben kommt man zum Sopron-Museum mit der Stadtinformation.



Der Spaziergang entlang der äußeren Stadtmauer gestaltet sich hier verwinkelt und grün verwachsen.









Nach einem Durchgang zum Hauptplatz führt die Stadtmauerpassage noch ein Stück weiter und endet bei der Evangelischen Kirche.



Am Beginn der Klostergasse befindet sich das älteste mittelalterliche Steinhaus der Stadt Sopron.



Folgt man der Klostergasse nach Norden, so kommt man zum Hauptplatz. Der Feuerturm weist uns den Weg.



Und ganz aus der Nähe schaut er dann so aus:



Auf der anderen Seite des Hauptplatzes befindet sich die Benediktiner- oder Geißkirche, davor die Dreifaltigkeitssäule.




Das Innere der Krönungskirche besitzt eine schöne Ausstattung:



Im Keller der Kirche ist ein kleines, bescheidenes Museum untergebracht. Ich schaue nun von der Benediktinerkirche die Tempelgasse hinunter zur Evangelischen Kirche.



Dann spaziere ich zur Ostseite des Hauptplatzes und schlage die Uj utca, die Neugasse, ein. Gleich am Beginn wäre links das Römische Forum, weiter hinten rechts die Alte Synagoge. Danach mündet die Gasse in der Ursulinenplatz mit der Ursulinenkirche und dem Marienbrunnen ein.



Links kommt man durch die St.Georgsgasse zurück zum Großen Rondell, wenn man rechts vor der St. Georgskirche durch eine Passage geht. Davor befinden sich auch schöne Bürgerhäuser.





Zum Abschluss noch eine Wegskizze, um den beschriebenen Wegverlauf besser nachvollziehen zu können: