In den Fjorden des Ottenstein Stausees



AM PURZELKAMP-FJORD


ZWISCHEN PREDIGTSTUHL, RUESSBUCHT UND PRADER HÜTTE



Zuerst fahre ich in Richtung Zwettl zur Brücke über den Ottenstein Stausee. In Richtung der Ruine Lichtenfels habe ich zwar Gegenlicht, aber die Morgenstimmung gefällt mir trotzdem gut...



Mich interessiert aber heute die andere Seite und zwar der Bereich, wo der Purzelkamp mündet. Voriges Jahr hatte ich den Predigtstuhl das erste Mal besucht und war sofort begeistert von den Landschaftseindrücken des Ottenstein Stausees. Und so sieht man mein erstes Tagesziel, den Predigtstuhl an der Sprögnitzmündung vom Stausee aus, wenn man mit dem Boot unterwegs ist:



Ich fahre aber über den Landweg von Werschenschlag nordwärts bis zum Fahrverbot.



Der Weg zum Predigtstuhl ist gut mit gelben Tafeln bezeichnet und mit 20 Minuten Gehzeit ausgewiesen.

Durch ein kurzes Waldstück und über ein Feld biegt sich der breite Weg in den Hochwald. Ich komme zu einer Wegverzweigung mit meinem Retourweg, der hier rechts einmündet.



Weiter geht es im Auf und Ab durch Nadelwälder. Zuletzt noch ein kurzes steileres Stück. Unmittelbar vor dem höchsten Punkt des bewaldeten Predigtstuhls kommt diese Aussichtsstelle.



Gleich darauf folgt der höchste Punkt am Zusammenfluß der Sprögnitz und des Purzelkamps.



Folgt man einem Pfad nordwärts hinunter, so hat man diesen Ausblick...





Die Felsen, die dem Berg seinen Namen verliehen haben befinden sich westseitig über der Sprögnitz. Wegen des feuchten Mooses auf den Granitblöcken und des Risikos auszurutschen, verzichte ich auf eine weitere Erkundung der Felsen...



Dann kehre ich zurück zum Bergsattel vor dem Predigtstuhl und gehe den bewaldeten Rücken hoch, bis dieser verflacht. Ehe sich der Weg neuerlich aufschwingt, zweigt links ein unbezeichneter, mit Gräsern und Kräutern bewachsener Weg abwärts ab. Diesen gehe ich hinunter und gelange zum Purzelkampufer.



Gegenüber sehe ich ein Fischerboot. Über den Felsen verläuft dort der zweite Teil des Weges, den ich noch gehen werde.



Hier könnte man sogar baden, wer Lust hätte!



Ich setze den ufernahen Weg durch den Wald fort, bis zu einer Spitzkehre. Wenn man sich hier am bemoosten Berghang links abwärts hält zeigt sich die Szenerie wirklich großartig!







Am Ende des Bergrückens steht man am felsigen Landspitz gegenüber der Ruessbucht - dem Ausgangspunkt des zweiten Teils meiner Exkursion... Dort gegenüber werde ich dann am östlichen Uferweg des Purzelkamps unterwegs sein.



Danach folge ich dem Bergrücken aufwärts, bis er in den bereits bekannten Predigtstuhlweg mündet. Mit dem Auto fahre ich danach von Werschenschlag in Richtung Rastenfeld zur Ruessbucht. Ausdauernde Geher könnten auch die große Runde über den Vabindaweg machen. Ich will mir aber heute nur die schönsten Stellen am unteren Purzelkamp ansehen...



Bei der Fahrt mache ich vor der mächtigen Burg Rastenberg stopp und gehe ein Stück den Purzelkamp stromaufwärts. Hier ist der Purzelkamp noch ein schmales Bacherl...





In der Ruessbucht gibt es einen kleinen Parkplatz, der erstaunlich voll ist. Aber ich habe Glück und bekomme noch einen freien Platz. Dann gehe ich den Weg 80a norwestwärts hinauf... Zuerst gibt es nur Durchblicke zum Landspitz, wo ich gerade vorher war...



Dann gewährt ein Felsen unterhalb des Weges ungehinderte Sicht...



Es folgen zwei romantisch gelegene Rastplätze, die hoch über dem Wasserspiegel liegen.



Noch vor einer Kurve oberhalb einer Seitenbucht leitet ein Pfad hinab, wo man bei einem Felsen diese Aussicht hat:





Bald windet sich der Weg nach Nordost und mündet in eine querende Forststraße. Hier wende ich mich links zur Prader Hütte mit ihrem schönen Badeplatz. Bis zu dem Felsen rechts im Bild bin ich nachher noch gekommen...



Davor aber noch die Umgebung der Prader Hütte.



Auch hier gibt es kleinere Felsen mit kleinen verschwitzten Zwergen :)



Genau gegenüber liegt der Predigtstuhl. Die namengebenden Felsen sieht man von dieser Seite allerdings nicht.





Ich setze am Vabindaweg in Richtung Brücke über den Stausee fort. Vor mir liegt ein mächtiger Felsen, der wohl ebenso den Namen "Predigtstuhl" verdient hätte.



An der Hinterseite dieses Felsens, führt der Vabindaweg vorbei und bietet an dieser Stelle einen schönen Rastplatz.



Den vordersten Felsabbruch kann man einfach erreichen, indem man einige Meter von der Sitzbank kurz absteigt. Es lohnt sich, denn das Panorama ist wunderschön... allerdings hat es im Westen bereits zugezogen und Donnergrollen kündigt ein Gewitter an. Es ist erst kurz vor 12 Uhr und ich hätte an diesem Tag erst in den Abendstunden Gewitter erwartet...



Deshalb breche ich hier meine Tour ab und kehre am selben Weg flott zur Ruessbucht zurück...


STEIERMARK / SCHNEEALPE: Zur Öden Kirche und über den Karlgraben

auf einem Jagdsteig, weglosen und markierten Pfaden




Die Tour startet beim Parkplatz beim letzten Haus im Karlgraben.

Mit wenigen Schritten erreicht man die Barbara Kapelle



Wenn man die Geröllsperre im Karlgraben erreicht, heißt es aufpassen!



auf der rechten Seite des einmündenden Geröllrabens beginnt recht unscheinbar ein Jagdsteig, gekennzeichnet mit einem Steinmann



Der Weg führt über die Geländeschulter weiter hoch. Hier Durchblicke zum Rauhenstein...



Man gelangt zu einer Bachquerung. Dort muss man sich am anderen Ende etwas nach links halten. Bald nach einer Überquerung eines Forstweges verzweigen sich die Steigspuren. Hält man sich rechts, so folgt eine Querung einer trockenen Karstrinne und danach kommt man an einem Wasserbehälter vorbei.



Die Steigspuren führen nun zu der Karstrinne zurück, doch die Überquerung erweist sich an dieser Stelle etwas heikel, weil es steil in die Rinne ohne viel Halt hinuntergeht!



Danach mündet auf der westlichen Seite der Rinne ein schmaler Steig (offensichtlich der, der vor dem Wasserbehälter links abzweigte) ein. Dort hätte man wohl die heikle Stelle vermeiden können! In der Folge überquere ich die Rinnen noch weitere Male, diesmal aber einfacher. Bald befinde ich mich in einem urigen Bergwald.



Die Steigspuren sind hier im oberen Teil nicht mehr so gut ausgeprägt, sodass man einige Male sehr achtsam sein muss. Schließlich komme ich zu einem Jagdsitz.



Hier enden die Steigspuren nach wenigen Metern. Über mir zeigt sich ein dicht bewachsener Bergriegel, rechts davon befinden sich freie Steilwiesen...



Dieser Tourenabschnitt ist absolut mühsam. Die Steilwiesen sind mit unangenehmen Felsschrofen garniert. Ich wünschte, es gäbe hier einen Weg!!!



Über mir zeigt sich ein kleiner Felsspitz. Ich wechsle wieder auf den Bergriegel hinüber, der mittlerweile nur mehr dünn bewaldet ist. Ich quere eine brüchige, geröllige Schrofenwand (Vorsicht!!!) nach links und erreiche so die Hochebene vor der Öden Kirche.



Nun gibt es keine Schwierigkeiten mehr. Die Öde Kirche ist einfach erreichbar.



Im Westen sieht man Veitschalpe, Hochschwab mit all seinen Trabanten bis hin zum Dürrenstein und Ötscher. In der Gegenrichtung zieht nun ein weiterer wegloser Wiesenhang hinauf in Richtung Schönhaltereck. Links der Bildmitte das Karleck, rechts der Rauhenstein.



Diesmal ist der weglose Aufstieg nicht ganz so mühsam, dennoch aber ermüdend. Als ich oben an der Hochfläche ankomme, sehe ich einen gegenüberliegenden Steinmann, also wieder absteigen und wieder hinauf. Dieser Steinmann befindet sich südöstlich vom Punkt 1864m.

Von hier blickt man zur Donnerwand und dem Gläserkogel. Dahinter zeigt sich der Gippel. Das Plateau hier ist sehr unübersichtlich. Bei einfallendem Nebel könnte man zu Felsabbrüchen kommen...



Steil unterhalb liegt die Knopperwiese. Dort gibt es zum Glück wieder markierte Wege. Steinmandln erleichtern den Abstieg durch die Latschen zu finden. Am Weg unten nehme ich die Abzweigung nach rechts. Im Rückblick ergeben sich schöne Motive...



Immer wieder gibt es noch Schneereste und Karstfelsen.



Bald komme ich zur Jagdhütte auf der Brunnwiese, wo ich rechts abzweigen muss, um in den Karlgraben zu gelangen. Hier gibt es viele Tümpel...



Obwohl heute Samstag ist, treffe ich keine Leute, dafür aber einige Gämsen...



Nun komme ich zum Törl neben dem Karleck, wo sich ein wunderbarer Blick zum Rauhenstein öffnet.



Recht direkt zieht sich der Weg hinunter in den schönen Karlboden mit schönem Rückblick auf das Karleck.



Voraus immer noch imposant der Rauhenstein...



Der weitere Abstieg erfolgt über alpine Wege durch den Bergwald, vorbei am köstlichem Karlbrunn, wo ich meine Flasche auffülle. Danach windet sich der Steig recht mühsam über viele Wurzeln und Steine hinab und ich habe den Eindruck der Weg nimmt kein Ende. Die Blasen auf meinen Füßen erschweren mir auch noch den Abstieg. Man sollte halt bei dieser Tour nicht unbedingt neue Wanderschuhe ausprobieren...