KROATIEN: Plitvicer Seen in Coronaviruszeiten



KROATIEN: 

PLITVICER SEEN in Coronaviruszeiten

Nachdem die Restriktionen aufgrund COVID19 gelockert wurden, stellt sich die Frage, wie sich die allbekannten Sehenswürdigkeiten, wie Plitvicer Seen, nun dem Touristen präsentieren. Nun, die großen Touristenscharen sind ausgeblieben und die Steige neben den Seen und Wasserfällen sind nicht mehr so überlastet wie in den letzten Jahren. Der Eintritt in den Nationalpark kostet 200 Kuna, für den Parkplatz muss man nochmals 90 Kuna dazurechnen. Auffällig ist das Fehlen der chinesischen und allgemein asiatischen Besucher!

Die vorgeschlagene Runde beinhaltet außer den Fußwegen eine Schifffahrt über den Kozjak See, eine Fährfahrt und eine Busfahrt. Zu beachten gilt die Maskenpflicht in den Öffentlichen Verkehrsmitteln im Bus.




Wir starten also beim Parkplatz 1, und kaufen die Tickets am besten bei der Information am Parkplatz. Dort muss man ebenfalls das Parkticket am Schluss bezahlen. Dann wenden wir uns dem Eingang in den Nationalpark zu, den wir über eine Brücke über die D429 erreichen. Das Ticket sollte man gut aufheben, weil es wird noch später gebraucht! Der erste Aussichtspunkt schenkt uns einen Traumblick über den wilden Felskessel der unteren Seen mit dem Großen Wasserfall und anderen Wasserfällen.






Dann wenden wir uns dem rechts abzweigenden Steig zu, der uns hinunter zum Talboden bringt. Über Holzstege überschreiten wir den See Kaluderovac zum westlichen Ufer. Der Große Wasserfall lohnt einen Abstecher nach rechts. Schon die wildromantische Szenerie davor begeistert!



In einem Seitental der Plitvica fällt dann der Große Wasserfall Veliki slap über eine hohe Felswand...



Zurück beim Kaluderovac See setzen wir dann am westlichen Ufer fort. Holzsteige leiten uns wieder hinüber zum Ostufer mit der Karsthöhle Spilja Supljara. Oberhalb einer Karstquelle klafft ein riesiges Loch im Berg, durch das man zur Hochfläche steigen könnte.





Wir aber setzen nun am Ostuferweg fort und gelangen zum Gavanovac See.







Jeder dieser türkisfarbenen Seen bricht mit Tuffsteinbarrieren zum darunterliegenden See ab, über die das Wasser seinen Weg sucht.



Am oberen Ende des Sees Milanovac befindet sich der Wasserfall Milanovacki slap





Danach queren wir zur Westuferseite und erreichen den großen Kozjaksee mit Buffet, WC und Schiffsstation P3 (Kozjacka draga). Von hier fahren wir zur Schiffsstation P2 am südwestlichen Seeufer. Erst an der Anlegestelle machen sich erst wieder Kaskaden bemerkbar.




Über Holzstege setzen wir unsere Entdeckungsreise zwischen Tümpeln, die in den herrlichsten Farben schimmern, rechts fort.





Am Nordufer des Gradinsko Jezero entlang nähern wir uns der nächsten Sehenswürdigkeit, dem "Großen Sprüher" (Veliki Prstavac)









Neben den landschaftlichen Sehenswürdigkeiten kann man auch interessante Fauna entdecken, wie die Blauflügel Prachtlibelle...



Verschlungene Pfade führen uns am Wasserfall des Kleinen Sprühers vorbei zu einem eindrucksvollen Fallkessel des Galovacki buk.





Am Südufer des Gradinsko Jezero kehren wir wieder zurück zu der Schiffsanlegestelle P2. Dieser Weg ist geradliniger, bequemer, aber auch weniger sehenswert als der bisher zurückgelegte Weg. Nun nehmen wir die Fähre hinüber zur Anlegestelle P1. Auch dort gibt es Buffet und WC, für alle die hungrig geworden sind, rasten wollen oder andere Bedürfnisse haben... Von der Schiffsstation müssen wir nun aufwärts zur Busstation ST2. Das ist nach den zurückgelegten Kilometern etwas mühsam, aber immer noch besser, als die komplette Strecke neben dem Kozjaksee zurück zu gehen. Erreicht man einen asphaltierten Fahrweg, so muss man diesen überqueren, denn der Bus retour startet am dahinter liegenden Fahrweg. Auch werden wir nicht zur Gänze zum Eingang des Nationalparks zurück gebracht, doch der finale Fußweg am Rande des Hochplateaus verläuft mit einigen Aussichtspunkten abwechslungsreich garniert...







Bereits kurz vor dem Parkplatz 1 befindet sich nördlich ein kaum bekannter Aussichtspunkt neben der Straße, der vor allem am Vormittag einen schönen Tiefblick ermöglicht. Nur die Parkmöglichkeiten sind hier sehr spärlich möglich. Ein Pfad, den ich nicht testen konnte, führt von hier weiter hinunter in Richtung des Fallkessels unter dem Großen Wasserfall...





Abschließend ein Tipp, wo man nahe den Plitvicer Seen ansprechend übernachten kann. Ich empfehle das Apartment "lavanda farm" in Rakovica. Es liegt direkt bei einem Lavendelfeld und bietet ansprechende Aussicht zu den bosnisch-kroatischen Grenzbergen um die Pljesevica.









STM: AM MYSTISCHEN GROSSOFEN



STM: Am mystischen Großofen


Steirisches Waldviertel auf der Hebalm


Anfang Juni begab ich mich anlässlich meines Buchprojektes "Wandergenuss Steiermark" zur Hebalm in die Weststeiermark. Geologisch gehört das Gebiet zur nahen Koralpe. Überrascht haben mich dann aber im Nahbereich des Großofens Landschaftseindrücke, die mich eher an das Waldviertel erinnert haben und die ich hier nicht vermutet habe. Die Felsformationen der "Öfen", wie sie im Koralpengebiet häufig anzutreffen sind, entstanden einst durch die sogenannte Wollsack-Verwitterung - genauso wie im Waldviertel.

Wenn man von Deutschlandsberg - quasi aus der Schilcher-Region - anreist, dann wird man auch durch die spärliche Besiedlung dieses waldreichen Mittelgebirges überrascht. Hier scheint die Natur noch in Ordnung zu sein!

Ausgangspunkt zu meiner Tour war die Rehbockhütte auf 1374m Seehöhe.

Sogleich schwingt sich der Weg zur Freiländer Alm hinauf über eine Wiesenschneise, die im Winter als Rodelstrecke dient.



Nach einer Kuppe tritt die Freiländer Alm ins Blickfeld. Besonders Bequeme dürfen mit dem Auto bis zur Hütte zufahren. Vier Windräder gibt es am Bergkamm zum Schwarzkogel.



Bei der Wegverzweigung halte ich mich links, wo ich zum oberen Waldrand der Freiländer Alm komme - ebenfalls mit Blick zum Windpark auf der Handalm...



Dann aber zweigt ein Steig links in den Wald ab, welcher zu diesem Bach abwärts führt:



In der Folge durchschreite ich ein durchaus uriges, naturbelassenes Waldgebiet, in dem ein Waldsteig sanft aufwärts leitet.



Der Weg mündet in einer Forststraße, der man stets entsprechend dem Wegweiser "Großofen" nach links, dann rechts abzweigend folgt. Nach einer längeren, ebenen Wegstrecke zweigt man links auf einen Forstweg ab. Hier erscheinen die ersten Felsformationen im Wald neben dem Weg.



Bald weist die Markierung nach links, wo ein Steig nah am Bergkamm fortsetzt.





Eine kurze, steile Wegpassage leitet zu einem Felstor, das durch eine Felsenge führt.



Auf der anderen Seite gelangt man in eine Einsattelung, von der man den Großofen erstmals erblickt:



Auf den ersten Blick würde man nicht glauben, dass man gleich da oben stehen wird!

Der Steig umrundet die Nordwand und leitet an die Westseite. Was wir hier sehen, ist keine Absperrung einer Höhle, sondern ein Leiterzugang ins Innere des Großofens!!!



Alle, die es weniger abenteuerlich mögen, setzen den Steig weiter fort. Auch hier führen zwei Leitern hinauf - jedoch weniger beengt...



Dann hat man das steinerne Gipfelplateau des Großofens bezwungen. Überaus wildromantisch die Ausblicke über die Randabstürze von dort oben!



In der Ferne zeigen sich hier Kesseleck, Rappoldkogel, und der Seckauer Zinken über den Bergen des Gaberls.



Auch die Seetaler Alpen mit dem Zirbitzkogel sind noch schneebedeckt. Scrollt man nach rechts so erkennt man noch den Ameringkogel der Packalpe



Am Gipfelplateau findet man sogar ein gratis Fernrohr - was will man mehr?



Nachdem es in der Ferne bereits grollt, mache ich mich am selben Weg retour.

Will man nicht bei der Freiländer Almhütte oder der Rehbockhütte einkehren, so gibt es auch einen Selbstbedienungskasten mit Getränken kurz vor dem Parkplatz.





Im Anschluß war ich noch beim Hebalmsee, einem naturnahen Speichersee.